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Der Keksteig

Die UoS benutzt in ihren Abhandlungen gelegentlich das Gleichniss, dass das allumfassende Chaos mit Eris als Personifikation seiner selbst mit einem Keksteig vergleichbar sei. Ich will hier nun näher auf die Ursprünge und die Bedeutung dieses Gleichnisses eingehen, um so vieleicht die ein oder andere Frage zu klären und vieleicht auch die ein oder andere Frage neu aufzuwerfen.

Warum also Keksteig

Nun, die Wahl von Keksteig als Sinnbild für das Chaos war eher zufällig. Man hätte auch einen Tonklumpen nehmen können oder jedes vergleichbare Material von ähnlicher oder ganz anderer Konsistenz. Ich glaube jedoch Keksteig passt in diesem Kontext am besten, da Keksteig überaus lecker ist und wir alle mehr oder weniger positive Assoziationen bezüglich dieser Köstlichkeit haben. Außerdem hat ein Keksteig den Vorzug, dass man noch allerlei weitere leckere Zutaten hinzufügen kann. Dabei geht es bei diesem Gleichniss im Grunde vielmehr um die Eigenschaften eines Keksteiges und weniger um den Geschmack. Die UoS versteht die Welt im Grunde als eben diesen Kekssteig, oder eben bestehend aus dem allumfassenden Chaos, und jenes Chaos ist die Essenz von allem was erschaffen wurde und wird. Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass ein Stück dieses Keksteiges entnommen wird, um ein überaus köstliches Plätzchen daraus zu formen. Vieleicht mag man es noch mit ein wenig Schokolade anreichern oder sonnstwelche Zutaten hinzufügen, die Grundessenz des Keks' besteht jedoch immer noch aus dem Teig. Dieser Keks ist nun im Grunde eine Manifestation des Keksteiges in der Realität (der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass der Keks nicht gebacken wird). Stardancers Paradox spricht davon, dass je mehr Essenz des Keksteiges man dem Keks hinzufügt, desto mehr tendiert der Keks wieder zum Keksteig zu werden. Anders ausgedrückt heißt das für den Phool, dass er einen Teil des Chaos isolieren kann, um ein bestimmtes festes Resultat zu erzielen, dieses tendiert aber erneut zum Chaos je mehr Chaos der Phool hinzufügt, bis es letztendlich wieder selbst zum allumfassenden Chaos wird. Dieses Prinzip kann zum Beispiel beim Erismorphing beobachtet werden. Man erschafft einen Morph für einen bestimmten Zweck. Je mehr Eigenschaften dieser Morph nun erhält desto diffuser wird er schließlich, seine Individualität verschwimmt bis er aufgrund der Summe seiner Bestandteile nahezu und dann letztendlich vollständig allmächtig wird und wieder zur Ausgangssubstanz zurückkehrt. Wir gehen auch davon aus, dass der Phool wenig bis keinen Einfluss auf die Gesammtmasse der Essenz des Chaos hat oder haben kann (letztendlich besteht er selbst auch nur aus geformten Keksteig), er kann allerdings immer ein Stück davon isolieren und dieses in Form bringen, eben wie es beim Erismorphing der Fall ist.

Der Phool als Keksteig

Wie bereits angerissen wird die Meinung vertreten, auch der Phool selber bestünde aus jenem mysteriösen Keksteig aka Chaos. Man geht dabei von der Annahme aus, dass der Keksteig ein Stück seiner Selbst isoliert, um sich quasi seiner Selbst bewusst zu werden, oder um sich betrachten zu können (vgl. Bill Hicks „[…] That we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There is no such thing as death, life is only a dream and we're the imagination of ourselves…“). Dabei wird ein Stück des Teiges entfernt, bis zu einem Grad, an dem sich dieses Stück nicht mehr als Bestandteil der Ursubstanz versteht. Hier entwickelt sich dann das Ego, das den Menschen in die Lage versetzt den Keksteig von außen zu betrachten, obwohl er de facto immer noch ein Teil dieser Substanz ist. Er ist sich dieser Verbindung jedoch nicht völlig bewusst, versteht sich selbst als aussenstehend, und somit nicht mehr als Teil der Substanz selbst. Daher kann es ihm praktisch überhaupt nicht möglich sein, den Keksteig von außen zu betrachten, da dieses Äußere nicht existiert. Er ist immer noch Teil von ein und derselben Entität und glaubt nur, er sei unabhängig davon und könne daher auch unabhängig von der Urssubstanz agieren. Der Phool löst dieses Problem durch die Theorie des inneren und äußeren Kosmos, indem er sich quasi selbst als Tor definiert durch das der innere mit dem äußeren Kosmos interagieren kann. Auch weiß er um die Qualität der Einheit mit dem Keksteig, wird diese jedoch nicht zwangsläufig anstreben, da er in gewisser Weise einen Schritt zurück darstellt der höchstwahrscheinlich mit der Auflösung des Egos verbunden ist. Vielmehr wird versucht, Stardancers Paradox auf sich selbst anzuwenden indem man immer mehr der chaotischen Essenz abzweigt, sich diese selbst hinzufügt, um so letztendlich selbst wieder zum allumfassenden Keksteig zu werden. Da der Kekssteig allumfassend ist und der Phool selbst Teil dieser allumfasenden Essenz, muss also ein Weg gefunden werden, den Keksteig quasi zu betrügen um einen kurzen aber effektvollen Blick auf die Gesammtheit werfen zu können. Hier kommt der OS ins Spiel. Dieser kann ihm dann, wenn er nämlich selbst zum Keksteig wird, einen sehr kurzen temporären Blick auf den Keksteig gewähren, ehe der Keksteig diese List durchschaut und der Phool nicht mehr selbst der Keksteig ist sondern wieder ein Bestandteil dessen.

Der OS und der Keksteig

Der OS ist eine Sphäre ausserhalb von allem, paradoxerweise aber auch das Resultat des tiefsten inneren Cosmos des Phools und ebenso Produkt seiner selbst, wie auch Produkt einer Umwelt, die nicht auf den Phool angewisen ist, um zu existieren. Vieleicht ist es grade diese Wiedersprüchlichkeit, die den OS erst zu einem so potenten Werkzeug für den Phool werden lässt. Im Handbuch der ƱoS finden wir folgenden Abschnitt über den OS:

Allgemein jedoch wird der Outer Space von den meisten Phools als Müllkippe betrachtet, auf die man alles ablädt was man nicht mehr braucht. Dies gilt für Energien genauso wie z.B. für Schuldgefühle oder Hemmungen. Weiter glauben die Phools, dass es genau diese Müllkippe ist, aus der die klassischen magischen Systeme ihre Energie beziehen. Phools bezeichnen manchmal den Outer Space auch als die Unterseite der Realität.

Und im Grunde bestätigt sich die Annahme, dass es sich beim OS um eine Müllkippe handelt, bereits dadurch, dass der OS in der Regel keinen Einfluss auf den Keksteig haben kann, da dieser ausserhalb des allumfassenden Keksteiges exisitiert. Er ist also für den Phool quasi das notwendige hypothetische Konstrukt, um den Kekssteig von Außerhalb betrachten zu können. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine ganze Reihe überaus intressanter Denkansätze. So kann es (absurderweise) nicht das Ziel des Phools sein, sich seines Egos zu entledigen um den Keksteig als Ganzes von außen zu betrachten. Dies wäre vieleicht dann der Fall, wenn man den Keksteig erleben wollte, was aber im Zeitpunkt des Erlebens nicht mehr möglich wäre, da sich jedes bewusste Empfinden im Keksteig selbst auflösen würde. Wenn also der OS als nutzlose Müllkippe für den Phool beschrieben wird, dann resultiert dies maßgeblich aus der Annahme heraus, dass das Konstrukt des OS keinen Einfluss auf den Keksteig haben kann, da der OS zwangsläufig nicht aus diesem hervorging, sondern vom Phool erschaffen wurde, um eben jenen Keksteig in seiner Gänze betrachten zu können. Das ist insofern ein Paradox, da der Phool weiß, dass er selbst aus dem Keksteig hervorging und so auch eigentlich jede Form seiner Schöpfung ebenfalls ein Teil des Teiges darstellt. Der OS ist daher eher eine Art Antirealität, keine Phantasie des Phools da er selbstständig ohne den Einfluss des Phantasten agieren kann. Der Phool hat hier jedoch eine Möglichkeit gefunden, wie der OS auf den Keksteig wirken kann, und zwar indem er selbst als Transformator, beziehungsweise Tor für die Einflüsse des OS wirkt und diese Einflüsse im äußeren Kosmos interpretiert.

Beschaffenheit des Keksteiges

Wie bereits angemerkt, sehen wir also im Keksteig den bildhaften Vergleich für das Chaos höchstselbst. Dieses ist vieleicht genau so formlos und amorph wie ein Kekssteig, birgt jedoch in sich die Möglichkeit jede beliebige Form annehmen zu können, und das tut es letztendlich auch. Symbolisch kann der Keksteig durch zwei offene Ringe dargestellt werden (siehe Bild), und zwar, um seine Eigenschaft symbolisch darzustellen, sich selbst immer wieder neu zu formen und zu erschaffen. Wir vermuten heute, dass die Oberfläche des Keksteiges in etwa dem entspricht, was wir Realität nennen und somit nicht mal ca 1 % der eigentlichen Ausdehnung des Keksteiges entspricht. Wie bereits erwähnt birgt der Keksteig in sich die Möglichkeit, sich selbst und somit auch die Realität dargestellt durch seine Oberfläche beständig zu verändern. Wir vermuten, diese Veränderungen gehen immer mit einer Zeit der Umwälzung einher und kleinere Veränderungen entsprechen vieleicht am ehesten gravierenden Ereignissen wie z.B. dem Erstarken des Christentums (welches ganz erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Menschen hatte), wohingegen größere Umwälzungen und Durchknetungen des Teiges entsprechend größere Ereignisse beschreiben. Sollte der Keksteig eines Tages beschließen, sich selbst soweit durchzukneten das seine komplette Außenfläche ins Innere verschoben wird, dürfte das in etwa dem nahekommen, was wir heute als Urknall oder Big Bang verstehen. Dies zeigt, wie gering die Veränderung auf der Oberfläche ist, die sich auch und nur auf den begrenzten Raum der Erde und unserer eigenen Wahrnehmung auswirken kann. Die symbolische Darstellung des Keksteiges hat jedoch noch weitere Qualitäten, in ihr lässt sich auch durchaus eine Vorstufe des Sacred Chao erkennen, nämlich nicht das getrente Eristisch/Aneristische sondern die verbindung beider Prinzipien zum universellen und allumfassenden Chaos und der Ursubstanz selbst. Es ist also quasi eine Vorstufe des Chao und in diesem Kontext symbolisiert es für uns nicht nur den Keksteig sondern auch das harmonische Prinzip der universellen Einheit aller Dinge. Im Keksteig selbst gibt es keine Trennung. Aufgrund seiner Natur (nämlich alles zu umfassen) kann auch nichts von außen hinein gelangen, denn es gibt kein außen, nur die Illusion eines außen, geschaffen durch das, was wir Ego nennen, und die Antirealität zum Keksteig erschaffen durch den Phool, aber gleichzeitig bereits vor seiner Erschaffung durch diesen existent, und das nennen wir OS.

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