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Die Sphäre

Zum kruden Zeitverständniss des Starfish Cult gibt es einige obskure Texte die ihre auffassung von Zeit näher beleuchten. Einer davon befasst sich mit einer art Zeitgott. Auch „die Sphäre“ oder „Nil tshineke“ genannt.

Der Text

Denn was ist die Zeit für unsterbliche, allmächtige Götter weiter als ein bloßes Werkzeug?

Denn vor der Zeit da war alles gleichzeitig und doch war nichts, denn es gab nichts, mit dem man hätte eine Veränderung messen können und so war Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins und für jene Wesen die da lebten war die Endlosigkeit nichtmals ein Moment, nicht ein Wimpernschlag. Und alles war gleichzeitig, jede Veränderung und jeder Stillstand und alles, was hätte sein können und war und jeder Moment lebte in einem endlosen Augenblick. Und so geschah es, dass sich eine Sphäre dieses Momentes, eine Blase in der Zeitlosigkeit bildete, mag es durch Zufall gewesen sein oder mag sie das Kind der ältesten Wesen gewesen sein, dies vermag man wohl nicht zu sagen. Dies geschah direkt und dauerte doch eine Ewigkeit, denn nichts war gewesen, was hätte messen können die Dauer dieses Ereignisses und so ist jene Blase, jene Sphäre in der Zeitlosigkeit auch genauso alt wie jene anderen Wesen.

Sie schwebte in der Zeitlosigkeit und im gleichen Augenblick in dem sie war, war sie nicht und zur gleichen Zeit wie sie entstand, verging sie, um erneut geboren zu werden. Welches Ereigniss es auch war, und man sagt, es war jener Moment, in dem die Sphäre geboren wurde, Bewusstsein erlangte, sich formte und im selben Moment verging, der die Sphäre dazu brachte, einen kleinen Teil der Zeitlosigkeit zu nehmen, um daraus einen seltsamen Faden zu spinnen, ohne dieses wäre alles was ist nicht denkbar. Denn alles wäre ein beständiges war, ist und wird. Der Geburtsschrei dieser Sphäre ist das, was der Mensch den Urknall nennt.

Wenn man nun annimmt, der Faden der Sphäre, jener den sie spinnt, gesponnen hat und spinnen wird, jener Faden sei konstant und gerade, dann sei gesagt, dass jener Faden niemals gerade und konstant war, ist und sein wird. Und jeder Faden zu jedem Augenblick seit ihrer Geburt und seit ihrem Tod ist wirr und unbeständig, und für jedes Wesen, das jemals irgendwo existierte und existieren wird ist dieser Faden anders. Und es ist ein Irrglaube wenn man sagt dieser Faden sei messbar, denn dies ist nur eine Illusion, die sich aus der Beobachtung des Wandelns, Entstehens und Vergehens ergibt. Doch so, und nur so, lässt sich die Verwandlung begreifen, indem man diesen Faden nimmt und mit ihm misst. Dies ist das, was wir wissen über jene Sphäre, die man Zeit nennt und, wenn sie leben will, existieren muss. Und so folgt nun denn auf die Vergangenheit die Gegenwart und darauf die Zukunft die wieder zur Gegenwart wird um in der Vergangenheit zu entschwinden.

Jene Spähre ist gigantisch und doch winzig, denn in ihrem Reich gibt es keine Maßstäbe, nach denen ein normales Wesen messen könnte. Und Löcher bilden sich in ihrer Hülle und saugen und blasen und das ganze pulsiert und steht still im gleichen Moment. Und wo die Löcher saugen, bilden sich kleinere Sphären und jene werden ausgespuckt und wieder eingesaugt um erneut Teil zu werden der ganzen unermäßlich mächtigen Präsenz.

Jenem Wesen zu huldigen bedeutet unweigerlich den Verstand zu verlieren. Denn die Anbetung eines solchen Wesens setzt eine Kenntniss der Zeit voraus, zu dem ein einfaches, sterbliches Wesen nicht fähig ist und zu dem es nie fähig sein wird. Und aus jenem Grunde wurde ihre Steele geschändet und gekippt und der Name getilgt aus den Aufzeichnungen. Doch für Wesen, die weder Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft kennen, gibt es werder Schöpfung noch Auslöschung irgendwelcher Dinge.

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