Metaphysikerismen

Um die Diskurse unter Metaphysikern abzukürzen wurden die Metaphysikerismen entwickelt. Diese dienten ursprünglich nur dem Smalltalk in der Kantine, stellen aber inzwischen eine Metaebene zu einzelnen Philosophien da.

Beispieldialog

  • A: Im Kantischen nietzscheane ich adornisch.
  • B: Sartresk. Mit einem aristotelischem Beigeschmack.
  • A: Während des heideggerns bitte nicht platonisch voltairisieren. Das Theater will ich nicht nochmal hier haben.

„Heideggern“ ist der verbreitetste Metaphyikerismus, aber auch Schopenhauer spricht bereits von der „Hegelei“.

Smalltalk oder Metaebene?

Manche vertreten die Auffassung, dass es keinen wesentlichen unterschied zwischen Smalltalk und Metaebene gibt. Als Beispiel führen sie die Wissenschaftstheorie, die Stringtheorie und zahlreiche andere Übertheorien an, die kaum oder auch gar nichts zum eigentlichen Forschungsgegenstand beigetragen haben.

Es scheint zumindest ein schmaler Grat zwischen 'außerhalb des Diskurses' und 'über dem Diskurs' zu sein.

Zudem können die Äußerungen auch nur metaphorisch gemeint sein:

„[Aus Schopenhauer] ganze Partien daraus von der Wortwörtlichkeit in die Metapher zu verlegen“ Stanislav Lem in Sciencefiction: Ein Hoffnungsloser Fall mit Ausnahmen

Siehe zudem: *

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