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Antifragilität

MIT ANDEREN WORTEN, SCHWANKUNGEN IN DEN UNTEREN EBENEN VERHINDERN EINE „ARTERIENVERKALKUNG“ IN DEN OBEREN EBENEN…
„SYSTEMVERKALKUNG“… OBERFLÄCHLICH WÜRDE „ENTROPIE“ EINE ART „STABILITÄT“ DARSTELLEN, ABER IN „SYSTEMEN MIT NUR KLEINEN VERÄNDERUNGEN UND KLEINEM FLUSS“ GIBT ES TATSÄCHLICH EINE GESTEIGERTE MÖGLICHKEIT VON KATASTROPHEN. SOLCHE SYSTEME SIND DESHALB EIGENTLICH SEHR INSTABIL…
Der Puppenspieler (in Masamune Shirow's Ghost in the Shell)

Dieser Artikel würde sich sicher über Inhalt freuen. Zumindest, soweit ich die Psychologie von Artikeln beurteilen kann.

Antifragilität ist eine Eigenschaft von Systemen, deren Leistungsvermögen, Resilenz oder Robustheit in Folge von Stressoren, Schocks, Volatilität, Lärm, Fehlern, Mängeln, Angriffen oder Ausfällen ansteigen. Es ist ein Konzept, das von Professor Nassim Nicholas Taleb in seinem Buch Antifragil entwickelt wurde. Wie Taleb in seinem Buch erklärt, ist Antifragilität grundsätzlich zu unterscheiden von den Konzepten der Resilenz (also der Fähigkeit, sich von Fehlern zu erholen) und Robustheit (also der Fähigkeit, Fehlern zu widerstehen). Das Konzept wurde bereits auf den Gebieten der Risikoanalyse, der Physik, der Molekularbiologie, der Transportplanung, des Ingeneurswesens und der Informatik angewandt.

Taleb definiert sie in Nature folgendermaßen:

Antifragilität ist einfach als konvexe Reaktion auf einen Stressor oder eine Schadensquelle (für einige Variationsbreite) definiert, die zu einer positiven Empfindlichkeit gegenüber einem Anstieg an Volatilität (oder Variabilität, Stress, Streuung der Ergebnisse, oder Unsicherheit, was unter der Bezeichnung „Störungs-Cluster“ zusammengefasst wird) führt. Ebenso ist Fragilität als konkave Empfindlichkeit gegenüber Stressoren definiert, die zu einer negative Empfindlichkeit gegenüber einem Anstieg an Volatilität führt. Die Beziehung zwischen Zerbrechlichkeit, Konvexität und Empfindlichkeit gegenüber Störung ist mathematisch aus einem Lehrsatz gewonnen, nicht aus empirischen Data Mining oder einem historischen Narrativ abgeleitet. Sie ist a priori.

Ganz ähnliche Konzepte tauchen in der „ postiven Kybernetik“ auf, auf die sich unter anderem Luhmann häufig bezieht. Taleb ist bestimmt Systemtheoretiker irgendwo und versucht eine Art systemtheoretischen Sonderfall zu konstruieren.

Wie von Foerster (wichtiger Systemtheoretiker) darstellt, sind sowohl Unordnung als auch Störung Quellen der Selbstorganisation und der Emergenz von Ordnung („order from noise“), was impliziert, dass sich ebenso Negentropie bzw. Information von Entropie wie das Leben aus Chaos und Tod nährt und daraus aufsteigt.

Antifragilität vs. Robustheit/Resilenz

Taleb betont in seinem Buch den Unterschied zwischen antifragil und robust bzw. resilent. „Antifragilität ist mehr als Resilenz oder Robustheit. Das Resilente, das Widerstandsfähige widersteht Schocks und bleibt sich gleich; das Antifragile wird besser.“1)

Antifragilität in der Mythologie

Hydra ist antifragil. Nur falls du dir nicht vorstellen kannst was gemeint sein könnte mit antifragil. Die Hydra steht noch für ein anderes Konzept, die sogenannte unipluralität. Ein Organismus, viele Köpfe. DRÖLF!

Antifragilität in der Populärkultur

Als Beispiel für antifragile Planung könnte das Xanatos-Gambit herangezogen werden, bei dem jedes Ergebnis, selbst eine scheinbare Niederlage, einen Vorteil für den Schöpfer des Planes bedeutet.

1)
Nassim Nicholas Taleb (2012): Antifragilität / Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen, S. 21