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Tumbolia

In Douglas Hofstadters Gödel, Escher, Bach ist Tumbolia „das Land der toten Schluckaufe und ausgeschalteten Glühbirnen“, „wo ruhende Software auf ihre Host-Hardware wartet, bis diese wieder hochfährt.“

Tumbolia wird viermal im Buch erwähnt. Das Konzept wird im Dialog „Kleines harmonisches Labyrinth“ (basierend auf dem Stück gleichen Namens von J.S.Bach) mit den oben zitierten Worten eingeführt. Im späteren Dialog „Ein Mu-Opfer“ (benannt nach Bachs Musikalischem Opfer), entfernt die Schildkröte einen Knoten aus einer Schnur, indem sie einen zweiten bindet, und beide verschwinden nach Tumbolia; offenbar ist dies „das Gesetz der doppelten Nodulation“ (eine Parodie auf das Gesetz der doppelten Negation). Die Rückkehr der beiden Knoten aus Tumbolia gibt Anlass zu Mutmaßung darüber, dass einige „Schichten von Tumbolia“ besser zugänglich sind als andere; dies ist die einzige Information, die wir darüber erhalten, wie Tumbolia selbst sein könnte. Es wird erwähnt, dass „Push“- oder „Pop“-Tränke (die von den Charakteren getrunken werden) verwendet werden können, um durch die verschiedenen Ebenen der Tumbolia nach oben und unten zu navigieren.

In Kapitel 9 vergleicht Hofstadter Tumbolia mit der Zen-Ansicht auf das Leben nach dem Tod, indem er das Bild einer Schneeflocke benutzt, eines in sich geschlossenen Subsystems des Universums, das sich schließlich in „dem größere System, das es einmal gehalten hat“, auflöst. Schließlich erzählt uns Hofstadter im letzten Dialog des Buches (wo er selbst als Charakter auftaucht), dass Tumbolia der Ort ist, an den geträumte Personen gehen, wenn der Träumer erwacht.

Siehe auch

Quellen

  • Douglas R. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach
  • Wikipedia: Tumbolia (via The Full Wiki - Originalartikel wurde zwischenzeitlich gelöscht)
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